Vier Monate digitaler Unterricht am Kranich-Gymansium

Ein Artikel von Clara Maria Haus aus der 5. Klasse

Nun lernen wir schon eine ziemlich lange Zeit von zu Hause aus und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Nichts ist mehr so wie früher: keine gemein­samen Pausen, Ausflüge oder Sportaktionen. Alles nur noch digital und in den eigenen vier Wänden. Ich bin Clara aus der 5. Klasse und habe in den letzten Monaten gemerkt, wie traurig das alles ist.

Daher wollte ich gerne erfahren, wie es meinen Mitschülern und Lehrern in dieser Zeit so ergangen ist. So kam mir die Idee, Interviews über das Homeschooling in der Corona-Zeit in verschieden Klassen durchzuführen. Mit der Hilfe meiner Deutschlehrerin, Frau Würfel, konnte ich viele Mitschüler aus der 5., 7. und 10. Klasse für meine Idee begeistern. Es war total inter­essant zu erfahren, wie es den anderen so zu Hause ergeht. 

Außerdem hatte ich die Gelegenheit mit Elke Ferfers, Fachdienstleiterin für Bildung und Integration bei der Stadt Salzgitter, zu sprechen. Das war eine ganz besondere Erfahrung, denn sie konnte mir viel über die Situation der Schulen in Salzgitter in der Coronazeit erklären und wie sie momentan gemeinsam mit unserem Bürgermeister und den Krisenstäben zusam­men­ar­beitet. Die Interviews habe ich am Ende zusam­men­ge­fasst, jetzt aber erstmal zu meinen Erfahrungen:

Meine Corona-Zeit

Seit Anfang des Jahres findet unser Unterricht nun komplett von zu Hause aus statt. Wir sehen und hören uns nur noch über den Computer und ich selber war in diesem Jahr noch nicht einmal in der Schule. Die meisten meiner Freunde und ich selber auch finden das echt blöd. Aber das hat manchmal auch Vorteile: Wir müssen nicht extra in die Schule fahren und können uns unsere Aufgaben besser einteilen.

Anfangs waren unsere Videokonferenzen sehr schwierig. Ständig kam es zu Abstürzen und unsere Server waren überlastet. Das war frustrierend – auch für meine Eltern. Jetzt läuft es aber zum Glück besser und wir können froh sein, überhaupt Unterricht zu haben.

Bei vielen Fächern ist es im Homeschooling aber auch schwie­riger, den Stoff zu verfolgen. Zum Beispiel in Mathe – hier finde ich es einfacher, wenn unsere Lehrerin uns neue Themen in Ruhe im Unterricht erklären kann. Dann kann man sich viel besser in den Stoff einfinden. Ich bin auch sehr gespannt, wie es wird, wenn wir wieder Arbeiten und Tests schreiben müssen. Das wird sehr ungewohnt und ein bisschen Angst habe ich schon davor.

Leider wird es nach den Osterferien an Salzgitters Schulen noch nicht wieder besser, da die Inzidenzwerte noch viel zu hoch sind. Hoffentlich ändert sich das bald, so dass wir dann mit den Schnelltests wieder in der Schule können. Manchmal steige ich durch die ganzen Coronaregeln auch nicht mehr so richtig durch, denn ständig wird ja von den Politikern und Bürgermeistern etwas geändert oder ergänzt. Aber eins weiss ich ganz genau: Ich freue mich total darauf, wenn die Schule endlich wieder anfängt, denn ich vermisse meine Klassenkameraden und Lehrer sehr.

INTERVIEW mit Frau Ferfers, Fachdienstleiterin Bildung bei der Stadt Salzgitter

1. Wie finden Sie die Situation in der jetzigen Zeit?

Ich finde das momentan anstrengend. So, wie viele andere sicher auch. Und gerade jetzt ist in der Schulverwaltung auch besonders viel zu tun. Denn gemeinsam mit der Braunschweigischen Unfallkasse fuhren wir von der Schulverwaltung momentan regel­mäßig durch alle Schulen von Salzgitter, um die Räumlichkeiten zu überprüfen und so die Schulen bei der Umsetzung der Hygienekonzepte möglichst gut zu unterstützen. 

2. In den letzten Wochen sind teilweise strengere Maßnahmen teilweise auch Lockerungen ergriffen worden. Wann, glauben Sie, werden die Schulen in Salzgitter wieder in den Präsenzunterricht gehen können?

Ich hoffe, dass das demnächst ganz schnell passiert. Aber solange der Inzidenzwert so hoch ist wie momentan (über 200), sind Lockerungen schwierig. Die Schließung der Schulen war für unseren Oberbürgermeister Herrn Klingebiel auch besonders schwierig. Viele Berater aus den unter­schied­lichen Fachdiensten haben ihn in den jewei­ligen Krisenstäben bei dieser Entscheidung geholfen und so wurde er bestmöglich unter­stützt. Denn in diesen Krisenstäben sind wirklich gute Fachleute, die aus ganz unter­schied­lichen Bereichen kommen: Mitarbeiter aus dem Gesundheitsamt, Polizei, Krankenhäuser. Insgesamt gibt es vier Krisenstäbe für die gesamte Stadt Salzgitter. Herr Klingebiel berichtet dem Land Niedersachsen auch über seine Entscheidungen und nimmt dort ebenfalls an Beratungen teil. 

Und um noch einmal auf die Frage zurück­zu­kommen: Präsenzunterricht ist leider erst dann wieder möglich, wenn die Inzidenzzahl runtergeht. In unseren Krisenstäben beobachten wir die Situation sehr genau. 

Bild - Artikel: Wir lernen zu Hause

3. Finden Sie, dass die Corona-Regeln im Allgemeinen und im Besonderen für die Schulen eine gute Wahl sind?

Für jeden einzelnen Schüler, Lehrer und Eltern finde ich sie nicht schön. Aber leider wüsste ich keine Alternative. Anfangs dachten wir ja, Schülerinnen und Schüler sind nicht so sehr vom Coronavirus betroffen. Dann kam aber in diesem Jahr ein neuer Corona-Erreger, der auch Schulkinder stärker befallen kann. Unsere Experten z. B. aus dem Gesundheitsamt haben dann im Krisenstab mit dem Oberbürgermeister die steigenden Fallzahlen beobachtet und dazu geraten, die Schulen zu schließen. Wir vertrauen sehr auf die Meinung und den Rat dieser Fachleute. Daher hatten wir schließlich keine andere Wahl als, die Schulen zu schließen.

4. Ich habe gelesen, dass die United Kids Foundations fasst 100 Laptops für bedürftige Schüler in Salzgitter gespendet hat. Konnten denn so alle Schülerinnen und Schüler mit einem Laptop ausgestattet werden oder gibt es noch Viele, die keinen Zugang zum Online-Unterricht haben?

Bereits vor Corona hat das Land Niedersachsen beschlossen, mehr für den digitalen Unterricht zu tun. Daraufhin hat die Stadt Salzgitter Geld vom Land bekommen. Alle Schulen wurden dann gefragt, wie viele Anschaffungen von Laptops oder Tablets benötigt werden. Auf diese Weise wurde dann erhoben, was sie für einen guten, digitalen Unterricht brauchen. Wir von der Stadt können aber leider nicht mehr Geld ausgeben, als wir zur Verfügung haben und außerdem waren viele Produkte während Corona nicht lieferbar. Daher waren wir auch über die zusätz­liche Spende der United Kids Foundation sehr glücklich. Mit Spenden und Geldern vom Land konnten wir insgesamt in den letzten Monaten 1.830 Tablets und 182 Notebook anschaffen.

Es kann aber trotzdem noch sein, dass wir nicht alle Schüler erreichen. Wir wissen leider auch nicht, ob alle Zugang zum Internet haben. Aber wir versuchen unser Bestes. Die Familien, die wirklich wenig Geld haben und von der Schule keine Hardware bekommen, haben aber auch die Möglichkeit, sich über das Jobcenter einen Gutschein zu besorgen. Hiermit können sie dann für insgesamt 350,- EUR Notebook oder Tablets kaufen.

5. In letzter Zeit steigen die Inzidenzzahlen in Salzgitter sehr stark an. In manchen Städten gibt es schon Teststrategien für die Schulen. Wann wird das in Salzgitter der Fall sein? Und wie sollen die Teststrategien dann aussehen?

Die Teststrategien hat das Land Niedersachsen ja festgelegt. Mindestens zweimal in der Woche sollen alle Schülerinnen und Schüler getestet werden. Normalerweise sollen die Tests zu Hause gemacht werden. Nur im Notfall kann der Test dann in der Schule nachgeholt werden. Da in Salzgitter die Inzidenzwerte aber leider zurzeit noch viel zu hoch sind (Stand 08.04.2021), bleiben alle Schulen bis Ende April auf jeden Fall geschlossen.

Wenn der Inzidenzwert in Salzgitter wieder sinkt, kann die Allgemeinverfügung auch lauten, dass alle wieder starten. In der Regel werden aber zuerst die Grundschulen und die jewei­ligen Abschlussklassen mit dem Präsenzunterricht beginnen. Neben den Tests hat jede Schule auch andere Unterstützung bekommen, über den Schulträger z. B. Geld vom Land für Masken, CO2-Geräte zur Überprüfung der Luftqualität oder Desinfektionsmittel. 

6. Wie ist es Ihnen persönlich im letzten Jahr ergangen?

Das letzte Jahr war für mich sehr besonders und prägend. Denn viele meiner Mitarbeiter hatten große Angst vor Corona – ich selber auch. Man kannte das Virus nicht und wusste nicht viel darüber. Vieles war gerade auch am Anfang deutlich anstren­gender. Zusammen haben wir das aber sehr gut geschafft und ich habe gemerkt, was für tolle Mitarbeiter ich habe. 

Gemeinsam mit der Braunschweigischen Unfallkasse bin ich im letzten Jahr durch jede Schule gefahren, um zu sehen wie es läuft. Dabei konnte ich auch erfahren, dass wir sehr gute und engagierte Fachkräfte und Lehrer in Salzgitter haben. Alle waren mutig und sind nicht zu Hause geblieben. Ich nehme also auch viele positive Erfahrungen mit aus dieser Krise und das macht mir Freude. Ich muss auch niemanden mehr ermahnen, die Maske zu tragen oder sich die Hände zu waschen. Mit vielen wäre ich vor Corona gar nicht ins Gespräch gekommen. Das alles stimmt mich positiv. Trotzdem wünsche ich mir ein Leben ohne Corona. 

LEHRER-Interview mit Frau Würfel:

1. Was finden Sie am digitalen Unterricht toll?

Natürlich ist der digitale Unterricht eine komplett neue, aber durchaus auch positive Erfahrung. Mir gefällt es zum Beispiel, dass man auf diese Weise Schülerarbeiten schnell für die gesamte Klasse sichtbar machen und daran gemeinsam Überarbeitungen vornehmen kann.“

2. Was finden Sie am digitalen Unterricht nicht toll bzw. würden Sie verbessern?

Manchmal erschweren technische Probleme das digitale Unterrichten und das kostet dann viel Zeit. Außerdem finde ich es schwierig, wenn ich euch Schülerinnen und Schüler nicht „live“ sehen kann: damit meine ich, dass ich als Lehrkraft manchmal gar nicht weiß, ob ihr mitkommt, Fragen habt oder sonst irgend­etwas auf dem Herzen – das ist natürlich im Präsenzunterricht ganz anders. Ich möchte euch sehen, mit euch direkt von Angesicht zu Angesicht sprechen und wieder gemeinsam Unterrichtsgespräche führen. Das vermisse ich sehr – der Digitale Unterricht ist in dieser außer­ge­wöhn­lichen Zeit natürlich nur eine Zwischenlösung.“

3. Finden Sie, dass es viel mehr Aufgaben zu tun gibt bzw. der digitale Unterricht ein größerer Aufwand ist?

Ich denke, dass man wie immer voraus­schauend planen muss und viele Möglichkeiten beachten sollte. Die Nachbereitung, also das Lesen und Bearbeiten eurer abgege­benen Aufgaben ist in dieser Zeit dennoch ein Mehraufwand.“

4. Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn der Präsenzunterricht wieder anfängt und Sie wieder in die Schule gehen können:

Ich freue mich sehr, euch alle endlich wieder­zu­sehen! Und ich freue mich auf den direkten und unmit­tel­baren Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Lehrerzimmer.

Ehrlich gesagt, freue ich mich einfach sehr auf den „ganz normalen“, turbu­lenten und dennoch aufre­genden Schulalltag mit allen Beteiligten in und um Schule!“

SCHÜLER-INTERVIEWS

1. Was findest du am digitalen Unterricht toll?

EMMA 5. Klasse:
“Ich finde toll, dass man manchmal etwas länger schlafen kann und dass man sich die Aufgaben und Pausen besser einteilen kann.”

FILIP 5. Klasse:
“Ich finde es toll, dass wir die Aufgaben nicht nur in der Videokonferenz sondern auch zu einem anderen Zeitpunkt machen können. Manchmal entsteht aber etwas Zeitdruck.”

FINYA 5. Klasse:
“Ich finde gut, dass man die Aufgaben nicht nur in der Konferenz machen muss, sondern auch zu Hause Gelegenheit hat sie nachzu­holen. Dadurch hat man mehr Zeit beim Bearbeiten der Aufgaben und jeder kann nach seinem Zeitmanagement arbeiten.”

LINUS 7. Klasse:
“Ich finde toll, dass man ausschlafen kann. Man muss also nicht 1 – 2 Stunden vor Schulbeginn aufstehen, um überhaupt zur Schule zu kommen. Und da ich eh viel Zeit am Computer verbringe, komme ich mit der Technik sehr gut zurecht.”

LEONIE 7. Klasse:
“Ich finde es gut, dass wir zu Hause sein können. Es ist für das Lernen angenehmer, wenn man in einem Raum arbeiten kann, der einem vertraut ist. Toll finde ich auch, dass wir viel mit Technik machen und den Umgang mit dem Computer besser lernen.”

ROXANA 7. Klasse:
“Ich finde toll, dass man nicht zur Schule muss und mehr Raum für sich hat. Man kann alleine nachdenken ohne Ablenkung und das passt mir sehr gut. Bei Problemen kann man die Lehrer aber trotzdem jederzeit kontaktieren.”

EMIL 10. Klasse:
“Toll finde ich, dass wir die Möglichkeit haben, überhaupt von zu Hause aus unter­richtet zu werden. Das ist ja nicht immer selbstverständlich und wir sind zum Glück ja eine Laptopschule. Inzwischen sind wir ja auch richtig gut ausge­stattet. Ich finde Szenario C sogar besser als B, da man sich komplett auf den digitalen Unterricht konzen­trieren kann und nicht immer wechseln muss.”

LUKAS 10. Klasse:
“Generell finde ich toll, dass wir überhaupt von zu Hause aus Unterricht machen können. Man muss gar nicht erst in die Schule gehen. Das ist nicht schlecht. Könnte ich mich auch dran gewöhnen. Die Organisation läuft inzwi­schen richtig gut. Wir haben eine einheit­liche Plattform (iServ) und müssen diese nicht wechseln oder andere hinzu­ziehen (z. B. Zoom). Inzwischen funktio­niert es auch richtig gut mit IServ.”

EMMA 10. Klasse:
“Toll finde ich, dass ich auch mal ausschlafen kann. Ich wohne auf dem Dorf und bis ich morgens in der Schule bin, dauert es eben eine Weile. Und es ist gut, dass wir in dieser beson­deren Situation überhaupt etwas lernen können.”

SÖREN 10. Klasse:
“Wir haben wenigstens Unterricht, das finde ich schon einmal gut. Prima ist auch, dass wir Aufgaben, die wir bekommen, auch mit Freunden machen können. Eigentlich läuft die Organisation auch gut, dafür dass das Ganze zum ersten Mal so läuft.”

2. Was findest du am digitalen Unterricht nicht toll bzw. würdest du verbessern?

EMMA 5. Klasse:
“Schade finde ich es, dass ich meine Mitschüler nicht sehen kann. Anstrengend ist es auch, wenn viele in die Konferenz reinrufen.
Als Verbesserung, wäre toll, wenn wir eine bessere Internetverbindung haben könnten, damit wir auch mal öfter die Kamera anmachen können.”

FILIP 5. Klasse:
“Ich würde verbessern, dass wir häufiger in der Gruppe
zusam­men­ar­beiten können.”

FINYA 5. Klasse:
“Leider fliege ich öfter aus Iserv raus. Das liegt an der schlechten Verbindung. Eine stabilere Internetverbindung wäre besser, dann könnte ich auch meine Mitschüler und Lehrer häufiger über Video sehen.

LINUS 7. Klasse:
“Ich würde auf jeden Fall verbessern, dass der digitale Unterricht besser organi­siert wird. Denn einige Videokonferenzen waren schon sehr anstrengend. Plus den Hausaufgaben, die wir noch aufkriegen, sitze ich teilweise bis 18h am Schreibtisch. Das sollte verbessert werden.”

LEONIE 7. Klasse:
“Mir persönlich fällt das Alleinelernen häufig sehr schwer. Ansonsten bin ich der Meinung, dass wir in Englisch und Erdkunde zu viele Aufgaben bekommen.”

ROXANA 7. Klasse:
“Die Server würde ich stabiler machen und die Videokonferenzen würde ich teilweise ausfallen lassen, da sie neben den ganzen Aufgaben, die wir sowieso machen müssen, sehr anstrengend sein können.”

EMIL 10. Klasse:
“Am Anfang war ich, wie viele andere auch, in den Videokonferenzen nicht so motiviert. Ich fühlte mich etwas verloren. Jetzt, nach 2 – 3 Monaten, läuft es aber deutlich besser. Der Unterricht ist inzwi­schen fast der Gleiche. Zu Hause sitzt man aller­dings nur in seinem Zimmer und das ist häufig ganz schön anstrengend. Trotzdem können wir uns glücklich schätzen, überhaupt den Unterricht zu haben. Ändern würde ich das Aufgabenpensum. Denn ich habe manchmal das Gefühl, dass manche Lehrer uns zu viele Aufgaben geben, da sie denken, sie müssen die Zeit für uns überbrücken.”

LUKAS 10. Klasse:
“Nicht so toll finde ich, dass viele Lehrer immer noch überfordert sind. Das kann ich nicht verstehen. Inzwischen hat sich das zwar etwas gebessert, am Anfang war ich aber überrascht, dass der digitale Unterricht bei einigen Lehrern gar nicht geklappt hat. Viele Dinge werden von den Lehrern auch jetzt noch nicht einheitlich geregelt, z. B. die Sache mit dem Melden. Verbessert werden muss auch noch, dass wir endlich einheit­liche Gruppenräume bekommen.”

EMMA 10. Klasse:
“Was ich nicht gut finde ist, dass die Lehrer sich meist nicht auf eine Methode einigen können (z.B. Links verschicken). Manche Konferenzen sind im Klassenraum, manche nicht. Das ist teilweise sehr unübersichtlich und sollte einheit­licher werden. Einige Sachen kann man auch nicht so gut nachvoll­ziehen, wie im richtigen Unterricht.”

SÖREN 10. Klasse:
“Nicht gut finde ich, dass manchmal nur Links verschickt werden, die irgendwo in den Foren landen und die dann schnell mal übersehen werden. Manchmal haben wir auch nur für 10 Minuten eine Konferenz und müssen dann alleine weiter­ar­beiten. Das könnte man sicher auch noch verbessern. Die Arbeitsmittel (wie z. B. Mikro) könnten teilweise auch verbessert werden. Manche Themen eignen sich für den digitalen Unterricht einfach auch nicht so gut. Die könnte man dann besser im Präsenzunterricht besprechen.”

3. Findest du, dass es viel mehr Aufgaben zu tun gibt bzw. der digitale Unterricht ein größerer Aufwand ist?

EMMA 5. Klasse:
Nein ich glaube wir müssen die gleichen Aufgaben wie in der Schule machen. Manchmal sind es in der Schule sogar mehr.

FILIP 5. Klasse
“Nein, wir hätten die gleichen Aufgaben auch in der Schule gemacht. Der Aufwand ist nicht größer.”

FINYA 5. Klasse:
“Nein, in der Schule machen wir auch viele Aufgaben plus Hausaufgaben. Ich finde es ist nicht mehr als in der Schule eher genauso viel.”

LINUS 7. Klasse:
“Ein größerer Aufwand nicht unbedingt. Manche Dinge dauern länger, manche Dinge gehen dafür schneller.”

LEONIE 7. Klasse:
“Der digitale Unterricht für sich genommen ist kein größerer Aufwand. Das Alleinelernen ist für mich mehr Aufwand, z. B. bekommen wir in den Hauptfächern häufig nur eine kurze Erklärung plus Beispiel. Den Rest müssen wir dann alleine lernen.”

ROXANA 7. Klasse:
“Ein größerer Aufwand ist der digitale Unterricht nicht wirklich. An manchen Tagen sind es viele Aufgaben, an manchen Tagen dafür aber auch weniger.”

EMIL 10. Klasse:
“Es kommt auf die einzelnen Lehrer und Fächer an. Hier gibt es natürlich schon Unterschiede, finde ich. Zu Hause muss man sich auch mehr motivieren und selbstständiger arbeiten. Von daher würde ich sagen, der digitale Unterricht ist etwas aufwendiger.”

LUKAS 10. Klasse:
“Nein, auf keinen Fall. Ich komme genauso gut klar, wie in der Schule. Die Menge der Aufgaben ist ungefähr gleich geblieben.”

EMMA 10. Klasse:
Nicht unbedingt. In manchen Fächern habe ich schon das Gefühl, dass wir mehr Aufgaben kriegen. Für die meisten Fächer gilt das aber nicht. Wenn es mehr Aufgaben sind, kann man sie sich beim digitalen Unterricht dafür besser einteilen.”

SÖREN 10. Klasse:
“Ich finde, es geht. Die Aufgaben, die wir bekommen, müssten wir im Unterricht ja auch machen. Größerer Aufwand ist manchmal bei neuen Themen, in die man sich erst einar­beiten muss. Da kann man in der Schule die Lehrer manchmal besser fragen.”

4. Worauf freust du dich am meisten, wenn der Präsenzunterricht wieder anfängt und du wieder in die Schule gehen kannst:

EMMA 5. Klasse:
“Ich freue mich darauf, alle wieder zu sehen.”

FILIP 5. Klasse:
“Auf meine Freunde, meine Mitschüler, meine Lehrer, dass ich sie

wieder­sehen kann.”

FINYA 5. Klasse:
“Am meisten freue ich mich, endlich wieder alle Lehrer, Schüler und Freunde zu sehen.”

LINUS 7. Klasse:
“Besonders freue ich mich darauf, wieder mit Fahrrad zur Schule zu fahren. Ich fände es aber auch cool, wenn wir noch länger im digitalen Unterricht bleiben können. Denn meine besten Freunde kann ich in der Schule nicht sehen, hier zu Hause aber schon.”

LEONIE 7. Klasse:
“Ich freue mich darauf, endlich wieder mehr Freiraum zu haben. Zu Hause ist es doch meistens sehr beengend ist.”

ROXANA 7. Klasse:
“Am meisten Freue ich mich darauf, meine Freunde wieder­zu­sehen und wieder Quatsch in den Pausen machen zu können. Zu Hause ist es schon häufig sehr langweilig.”

EMIL 10. Klasse:
“Am meisten freue ich darauf, wieder in unsere Klasse zu kommen. Denn ich verstehe mich mit jedem aus meiner Klasse super. Freue mich auch, dass man dann endlich wieder etwas Neues im Alltag hat und mehr Abwechslung da ist.”

LUKAS 10. Klasse:
“Ich freue mich am meisten darauf, alle mal wieder­zu­sehen. Ich freue mich auch darauf, endlich wieder Live-Gruppenarbeiten machen zu können. Die kann man online
nicht so gut durchführen. Das direkte Sprechen und der Austausch von
Person zu Person wird auch wieder toll.”

EMMA 10. Klasse:
“Auf Freunde und meine Klasse! Und ich freue mich, dass wir dann endlich wieder einen normalen Tagesablauf haben. Das vermisse ich schon sehr.”

SÖREN 10. Klasse:
“Am meisten freue ich mich, dass ich wieder andere Menschen sehen kann und normal Schule haben kann. Dann kann man endlich auch mal wieder andere Dinge unter­nehmen. Und ich freue mich auf unsere Klassengemeinschaft.”

Ich bedanke mich bei allen für die tollen Interviews. Es war wirklich prima zu erfahren, wie der digitale Unterricht bei der Stadt Salzgitter organi­siert wird und wie meine Mitschüler das Homeschooling so erleben. Auch wenn die meisten froh sind, überhaupt Unterricht zu haben, freuen sich alle wieder auf den Präsenzunterricht. Der digitale Unterricht darf also nicht zum Dauerzustand werden. 

Ich bedanke mich bei allen für die tollen Interviews. Es war wirklich prima zu erfahren, wie der digitale Unterricht bei der Stadt Salzgitter organi­siert wird und wie meine Mitschüler das Homeschooling so erleben. Auch wenn die meisten froh sind, überhaupt Unterricht zu haben, freuen sich alle wieder auf den Präsenzunterricht. Der digitale Unterricht darf also nicht zum Dauerzustand werden.