Er(d)kunde die Welt am Kranich: „Highlight-Momente“ aus dem Unterricht

Wie ist unsere Erde aufgebaut? Wie entstehen Erdbeben? Warum wohnen Menschen in der Nähe von gefährlichen Vulkanen? Was ist ein „Tsunami“?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Erdkundeunterricht des 6. Jahrgangs. In der Unterrichtseinheit „Endogene Kräfte“ lernen sie mehr über die Prozesse, die das Erscheinungsbild der Erde von innen verändern. Diese Naturkräfte wirken stetig, aber oft sehr langsam und damit für uns Menschen unmerklich. Welche Kraft und Gewalt jedoch hinter diesen Vorgängen stehen, zeigt sich immer dann, wenn Vulkane ausbrechen, Erdbeben auftreten oder Tsunamis gewaltige Überschwemmungen anrichten.

Zum Abschluss der Unterrichtsreihe gab es für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6F bei Herrn Höfer noch zwei ganz besondere geographische „Highlight-Momente“:

Die Schülerin Hadil wollte mehr über Tsunamis erfahren und hat zusammen mit ihrem Bruder ein 30-minütiges Referat zum Thema ausgearbeitet, in dem sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ganz genau erklärte, was ein Tsunami ist, was der Name bedeutet, wie die riesigen Wellen entstehen und wie ein Warnsystem funktioniert. Damit auch jeder die komplizierten Vorgänge verstehen konnte, hat Hadil ein Informationsplakat erstellt, drei supertolle Anschauungsmodelle gebastelt und sogar ein kurzes Lehrvideo selbst vertont, was alle Zuhörer in Staunen versetzte.

Hadil 1 - Erdkunde, Frühjahr 2019
Hadil 3 Entstehung und Schutz vor einem Tsunami - Erdkunde, Frühjahr 2019

In der allerletzten Doppelstunde zum Thema war dann noch ein echter Wissenschaftler am Kranich-Gymnasium zu Gast. Dr. Götz Gommlich ist pensionierter Geophysiker aus Salzgitter und hat sich sein gesamtes Berufsleben mit dem inneren Aufbau der Erde und den Vorgängen unter der Erdoberfläche beschäftigt. Auf Bitten seiner Enkelin Nele hat er uns im Erdkundeunterricht besucht und 90 Minuten über seine faszinierende Arbeit mit komplizierten Messgeräten berichtet, die jede noch so kleine Erdbewegung messen konnten. Kein Erdbeben ist ihm so entgangen, mit einer Ausnahme! Obwohl Dr. Gommlich über Jahrzehnte so viele Erdbeben in Deutschland und der Welt untersuchte, hat er nie eines selbst miterlebt. Bei der einzigen Gelegenheit in den 70er Jahren stand er unter der Hoteldusche als in Straßburg die Erde bebte. Er sei wohl der einzige Mensch in der Stadt gewesen, der von dem Erdbeben nichts gemerkt hat, wie er mit einem Lächeln berichtete.

Gommlich 1 - Erdkunde, Frühjahr 2019
Gommlich 2 selbstgebaute Messanlage für Erdbeben aus der Doktorarbeit - Erdkunde, Frühjahr 2019
Gommlich 3 Dr. Gommich mit Kollegen 1000 m unter der Erdoberfläche - Erdkunde, Frühjahr 2019
Gommlich 4 - Erdkunde, Frühjahr 2019