„Ich war der Hitlerjunge Salomon“ – Zeitzeuge Sally Perel besucht das Kranich-Gymnasium

Sally Perel erzählte am Mittwoch, 27.11. seine bewegende Lebensgeschichte in voll besetzter Aula vor Schülern, Kollegen, Eltern und Gästen.

„Berührend!“ „Bewegend!“ „Beeindruckend!“ „Großartige Veranstaltung!“ – Einhellige Reaktionen auf den Vortrag Sally Perels in unserer Schule.

Da sitzt er, ein 94-jähriger Mann, klein, aber sehr aufrecht in dem roten Sessel und blickt freundlich und sehr wach in das jugendliche Publikum.

Er will sie zu Zeitzeugen machen. Mit dem Wissen um seine Geschichte würden sie zu „Mitwissern“ und könnten so gegen jede Form von Unmenschlichkeit, Intoleranz und Leugnung des Holocausts angehen. Den Applaus am Ende nimmt er als Bestätigung für die Annahme seines Auftrages an die Jugend.

Die Schüler/innen der Jahrgänge 9, 10 und 12 lassen sich mitnehmen, mucksmäuschenstill ist es die 1 ½ Stunden in der Aula während des Erzählens. Vertreibung, Flucht, Trennung von den Eltern, das Überleben als Jude in Naziuniform – traumatische Erinnerungen, die lebendig vor uns entstehen, sei es die Straßenbahnfahrt im verschlossenen Wagen durch das Ghetto Lodz auf der Suche nach einem Blick auf die Eltern oder die ständige Angst als Jude in der Hitlerjugend entlarvt zu werden.

Ein Besuch, der keinen unberührt gelassen hat und hoffentlich lange in unserem eigenen Denken und alltäglichen Handeln nachwirken wird.

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